Im Dialog

Wie spreche ich mit einem Kind, alleine, in der Gruppe? Wie ist meine Mimik, Gestik, Sprache und meine innere und äußere Haltung. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle. Häufig sind wir uns gar nicht bewusst über unsere Dialogform. Wenn wir Kindern freistellen, was sie essen wollen und trotzdem mit Nachdruck Kinder fragen, ob sie vielleicht noch Soße wollen. Wir nehmen immer unsere Macht, Rolle, Regeln aber vor allem die innere Haltung in den Dialog mit. Warum haben wir uns so im Dialog verhalten? Weil wir es schon immer so gemacht haben, es einfacher erscheint oder wir es bei anderen so gesehen haben und es die Regel scheint? Fragen wir Kinder nach einem Streit nach Bedürfnissen oder entscheiden wir für Kinder, dass es eine Entschuldigung braucht? Was hilft dem verletzten Kind wirklich? Vielleicht möchte es gar keine sofortige Entschuldigung. Wie geht es uns selber in diesen Situationen? Wollen wir nach Streitigkeiten gleich eine Entschuldigung oder hat es uns vielleicht mehr getroffen und es braucht mehr Zeit und vielleicht Gespräche oder anderes? Wie sprechen wir im Team oder als Leitung mit dem Team. Vorwurfsvoll, offen, hierarchisch, partizipativ, welche innere Haltung nehmen wir dabei ein?

In einer Fortbildung gebe ich Ihnen gerne einen theoretischen Hintergrund zum Thema und dann finden wir Beispiele im Alltag, welche wir gemeinsam besprechen und die Wirkung der Dialogform reflektieren. Auch sehr effektiv für eine Weiterentwicklung ist hier wieder die Alltagsbegleitung. Ich zeige Ihnen im anschließenden Reflexionsgespräch Ihre unterschiedlichen Formen des Dialogs auf und wir sprechen über die Wirkung. Das Ziel ist es, eine an den Bildungsleitlinien orientierte, wertschätzende und authentische Kommunikation in der Kindertageseinrichtung zu gestalten.

Ein spannendes Forschungsprojekt finden Sie dazu unter:

http://www.pqd-sh.de/index.php/qualitaet-im-dialog-entwickeln.html

Für mich maßgebliche Literatur dazu:

Schulz v. Thun, F. (1981, 1989, 1998). Miteinander reden. Psychologie der menschlichen Kommunikation. 3 Bände. Reinbeck: Rowohlt.

Rogers, C. R. (2005/1972). Die klientenzentrierte Psychotherapie (17. Aufl.). Frankfurt: Fischer.

Watzlawick, P, Beavin, J. & Jackson, D. (2011). Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien (12. Aufl.). Bern: Huber.

 

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